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Aufgaben und Übungen zum Thema “Ökosystem Wald” für Biologie in der 6. Klasse am Gymnasium und in der Realschule - zum einfachen Herunterladen und Ausdrucken als PDF.
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Der Wald ist eines der wichtigsten Ökosysteme in Deutschland. Als Wald bezeichnet man eine größere, zusammenhängende Fläche mit einer hohen Dichte an Bäumen. Neben Bäumen gehören auch Sträucher, Kräuter, Moose, Pilze sowie zahlreiche Tierarten und Bodenlebewesen zum Lebensraum Wald.
Bäume sind für alles Leben auf der Erde unverzichtbar, da sie durch Photosynthese den lebenswichtigen Sauerstoff produzieren.
Doch der Waldbestand ist in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen – von etwa 60 % auf nur noch 30 % der Landesfläche. Das hat schwerwiegende Folgen:
Nicht nur die Sauerstoffproduktion nimmt ab, sondern auch der Wasserkreislauf wird gestört. Außerdem verlieren viele Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum.
Wälder können auf unterschiedliche Weise eingeteilt werden. Drei gängige Einteilungen sind:
1. Nach Entwicklungsstadium:
2. Nach Baumarten:
3. Nach Vegetationszone:
Unser Wald lässt sich von unten nach oben in verschiedene Schichten gliedern. Jede Schicht bietet Lebensraum für unterschiedliche Tiere und Pflanzen und erfüllt wichtige Funktionen im Ökosystem Wald.
Die unterste Schicht ist die Moos- oder Bodenschicht. Der Waldboden ist hier häufig mit Moosen, Pilzen, abgestorbenen Blättern und Zweigen bedeckt.
Diese Schicht ist Lebensraum für viele Insekten, Spinnen, Reptilien sowie kleine Säugetiere wie den Igel. Sie finden dort Schutz, Verstecke und Nahrung.
Darüber, bis etwa 1 Meter Höhe, liegt die Krautschicht. Sie besteht aus Gräsern, Farnen, Blütenpflanzen und jungen Bäumen.
Da diese Pflanzen viel Licht benötigen, findet man sie vor allem in lichten Nadelwäldern (z. B. Kiefer, Lärche), seltener in dunklen Laubwäldern (z. B. Buche, Fichte).
In der Krautschicht lebt z. B. das Rotwild, das dort geeignete Nahrung zum Äsen findet.
Die Strauchschicht reicht bis etwa 3 Meter Höhe und ist vor allem an lichtreichen Waldrändern stark ausgeprägt.
Hier wachsen Sträucher wie Holunder, Hasel, Weißdorn sowie junge Bäume (der sogenannte Nachwuchs).
Viele Vögel, Mäuse und Insekten nutzen diese Schicht zum Nisten, Verstecken und zur Nahrungssuche.
Die Baumschicht ist die oberste und größte Schicht im Wald. Sie besteht aus ausgewachsenen Laub- und Nadelbäumen wie Eiche, Buche, Fichte oder Kiefer.
Je dichter die Baumkronen, desto weniger Licht gelangt in die unteren Schichten – das beeinflusst direkt die Artenvielfalt im gesamten Wald.
In der Baumschicht leben viele Vogelarten (z. B. Meisen, Spechte, Raubvögel), Säugetiere wie das Eichhörnchen oder der Baummarder sowie zahlreiche Insekten.
Der Wald ist ein vielfältiges Ökosystem, das Lebensraum für zahlreiche Tiere (Fauna) sowie Pflanzen, Bäume, Kräuter und Pilze (Flora) bietet. Die Artenvielfalt hängt unter anderem vom Waldtyp, den Lichtverhältnissen und der Bodenbeschaffenheit ab.
Im Wald leben viele verschiedene Insekten, Säugetiere, Vögel und Kleintiere. Zu den häufigen Bewohnern zählen:
Ameise, Bär, Biene, Eichhörnchen, Eule, Fuchs, Hornisse, Igel, Maulwurf, Maus, Schmetterling, Spinne, Rabe, Wespe, Wolf, Zecke u. v. m.
Die Baumschicht prägt den Charakter des Waldes. Häufig vorkommende Baumarten sind:
Ahorn, Birke, Eibe, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Hainbuche, Kastanie, Kiefer, Linde, Pappel, Robinie, Rotbuche, Tanne, Ulme, Wacholder, Weide.
In der Krautschicht und am Waldboden wachsen viele Kräuter, Blütenpflanzen und Rankengewächse wie:
Brennnessel, Gemeiner Efeu, Hagebutte, Kapuzinerkresse, Löwenzahn, Ringelblume, Spitzwegerich u. a.
Auch Pilze gehören zur Flora und spielen eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf, da sie abgestorbene organische Materialien zersetzen. Typische Arten sind:
Champignon, Fliegenpilz, Grüner Knollenblätterpilz, Morchel, Steinpilz, Trüffel.